Unser Institut führt seit mehr als 20 Jahren Marktforschungsstudien durch in der Schweiz. Dadurch haben wir umfangreiche Erfahrungen mit den Besonderheiten des Schweizer Marktes gesammelt. Seine Eigenschaften machen die Erhebung von Primärdaten komplexer. Doch auch der Zugang zu Sekundärquellen ist schwieriger zu überblicken, insbesondere aufgrund der föderalen Struktur und der Vielzahl von Organisationen, die Daten bereitstellen. In diesem Leitfaden stellen wir daher die 10 besten Datenquellen vor, um Ihre Desk Research zu unterstützen – sei es mit makroökonomischen Statistiken, Unternehmensfinanzdaten oder branchenspezifischen Informationen. Und wie immer gilt: Wenn Sie Fragen haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.
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Das Wichtigste auf einen Blick
- Das Bundesamt für Statistik (BFS/OFS) ist der unverzichtbare Ausgangspunkt für jede Marktforschungsstudie in der Schweiz: Demografie, Wirtschaft, Preise und Beschäftigung.
- Da die Schweiz nicht Mitglied der EU ist, erfolgt internationales Benchmarking über die OECD und nicht über Eurostat.
- Der Schweizer Föderalismus erfordert Analysen auf Kantonsebene: Die kantonalen Statistikämter (Genf, Waadt, Zürich usw.) liefern regionale Daten, die auf Bundesebene nicht im Detail verfügbar sind.
- Für Wettbewerbsanalysen ermöglichen Zefix (Handelsregister) und das SHAB die Kartierung von Marktakteuren sowie die Verfolgung von Unternehmensgründungen, Änderungen und Konkursen.
- Branchendaten sind auf verschiedene spezialisierte Bundesämter verteilt (BAG, BLV, BLW, BFE): Jedes Marktforschungsprojekt in der Schweiz muss die relevanten Quellen entsprechend seiner Branche identifizieren.
- IntoTheMinds führt seit vielen Jahren Marktforschungsstudien in der Schweiz durch und beherrscht daher diese Quellen sowie deren effiziente Nutzung für seine Kunden.
Warum verdienen Schweizer Datenquellen besondere Aufmerksamkeit?
Der Schweizer Markt lässt sich nicht wie ein gewöhnlicher europäischer Markt analysieren. Zwei strukturelle Merkmale verändern grundlegend die Art und Weise, wie Daten erhoben und interpretiert werden.
- Föderalismus: Die Schweiz besteht aus 26 Kantonen, die jeweils eigene Zuständigkeiten in den Bereichen Besteuerung, Regulierung und sogar Wirtschaftspolitik besitzen. Ein „Schweizer Markt“ umfasst oft sehr unterschiedliche Realitäten zwischen der Romandie, der Deutschschweiz und dem Tessin. Kaufkraft, Konsumverhalten und Preisstrukturen unterscheiden sich deutlich von Kanton zu Kanton. Jede seriöse Marktforschungsstudie muss daher auf Kantonsebene ansetzen, um irreführende Verallgemeinerungen zu vermeiden.
- Position außerhalb der EU: Im Gegensatz zu Frankreich, Belgien oder Deutschland profitiert die Schweiz nicht von den Eurostat-Datenbanken für Benchmarking-Zwecke. Die OECD stellt eine wertvolle Alternative für harmonisierte internationale Vergleiche dar. Dieser methodische Aspekt wird häufig von Unternehmen unterschätzt, die den Schweizer Markt von einem EU-Mitgliedstaat aus erschließen möchten.
Diese beiden Rahmenbedingungen erklären, warum IntoTheMinds seine Datenerhebungsprotokolle auf Basis seiner Erfahrung in der Durchführung von Marktforschungsstudien in der Schweiz um eine doppelte Perspektive herum aufgebaut hat: föderal und kantonal, national und international.
Die 10 besten Datenquellen für Ihre Marktforschungsstudie in der Schweiz
Die nachstehende Tabelle fasst die 10 wichtigsten Quellen zusammen. In den folgenden Abschnitten werden deren Inhalte, konkreter Nutzen und die häufigsten Anwendungsfälle im Rahmen einer Marktforschungsstudie in der Schweiz erläutert.
| Quelle | Organisation | Hauptnutzen für die Marktforschung | Ebene |
|---|---|---|---|
| BFS / OFS, nationale Statistiken | Bundesamt für Statistik | Makroökonomische Analyse, Demografie, Preise, Beschäftigung | Bundesebene |
| STAT-TAB | BFS | Individuelle Datenextraktion nach Gemeinde, Kanton und Branche | Bundesebene |
| Zefix / SHAB | EHRA / Bundeskanzlei | Wettbewerbsanalyse, Verfolgung von Gründungen und Konkursen | Bundesebene |
| SECO | Staatssekretariat für Wirtschaft | Konjunktur, Arbeitsmarkt, Branchenaussichten | Bundesebene |
| SNB / FINMA | Schweizerische Nationalbank / Aufsichtsbehörde | Finanzdaten, Kreditmärkte, regulierte Akteure | Bundesebene |
| Swiss-Impex (BAZG) | Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit | Außenhandel, Import- und Exportströme nach Produkt | Bundesebene |
| opendata.swiss | Schweizer öffentliche Verwaltung | Offene Daten, Geodaten, institutionenübergreifende Datenverknüpfung | Mehrstufig |
| Kantonale Statistikämter | Kantone (GE, VD, ZH…) | Detaillierte regionale Daten, kantonale Unterschiede | Kantonsebene |
| OECD | Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung | Internationales Benchmarking, Vergleich mit entwickelten Volkswirtschaften | International |
| Sektorale Quellen (BAG, BLV, BLW, BFE, Innosuisse…) | Spezialisierte Bundesämter | Daten und Vorschriften für einzelne Wirtschaftssektoren | Bundes- / Branchenebene |
1. Das BFS / OFS: die Säule der Schweizer Nationalstatistik
Das Bundesamt für Statistik (BFS, auf Französisch OFS) ist der obligatorische Ausgangspunkt für jedes Marktforschungsprojekt in der Schweiz. Diese Bundesbehörde erstellt Daten zu Bevölkerung, Wirtschaft, Gesellschaft, Bildung, Raum und Umwelt. Die Ergebnisse stehen in Form von Datenwürfeln, interaktiven Tabellen sowie Indikatoren mit Grafiken und Karten zur Verfügung.
Für die Marktforschung gibt es zahlreiche Anwendungsbereiche:
- Definition eines Einzugsgebiets auf Basis regionaler demografischer und wirtschaftlicher Daten
- Analyse des Kaufverhaltens Schweizer Konsumenten
- Identifikation aktiver Wettbewerber über das Unternehmensregister
- Unterstützung der PESTEL-Analyse, insbesondere der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Dimensionen
- Verständnis der gesetzlichen Einschränkungen, die für einen bestimmten Sektor gelten
Das BFS bietet außerdem STAT-TAB, seine interaktive Datenbank (pxweb.bfs.admin.ch), mit der individuelle Tabellen und Zeitreihen erstellt werden können. Dieses Instrument ist besonders nützlich für granulare Analysen nach Gemeinde, Kanton oder Wirtschaftsbranche und entspricht damit exakt den Anforderungen regionaler Marktforschung in der Schweiz.
2. Zefix und das SHAB: Marktakteure kartieren
Zefix ist das zentrale Firmenverzeichnis, das vom Eidgenössischen Amt für das Handelsregister (EHRA) verwaltet wird. Es bietet Zugang zu Daten aus der zentralen Datenbank juristischer Personen: Firmenname, Rechtsform, Eigenkapital und zeichnungsberechtigte Personen. Für automatisierte Anwendungen steht eine REST-API zur Verfügung.
Das Schweizerische Handelsamtsblatt (SHAB) ergänzt Zefix durch die Veröffentlichung gesetzlich vorgeschriebener Eintragungen und Mitteilungen von Unternehmen. Beide Quellen ergänzen sich ideal: Zefix dient der Recherche und Identifikation von Akteuren, das SHAB der dynamischen Beobachtung von Gründungen, Veränderungen und Konkursen.
Für Wettbewerbsanalysen oder Due-Diligence-Projekte ermöglichen diese Instrumente die präzise Kartierung der Unternehmen eines bestimmten Sektors, ohne auf kostenpflichtige kommerzielle Datenbanken zurückgreifen zu müssen. Unternehmen, die ihren Eintritt in den Schweizer Markt vorbereiten, finden hier eine zuverlässige Grundlage für ihre Marktforschungsstudie.
3. Das SECO: Konjunktur und Arbeitsmarkt
Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) veröffentlicht offizielle Konjunkturprognosen, Daten zum Schweizer Arbeitsmarkt sowie wirtschaftliche Branchenanalysen. Es ist die Referenzquelle zur Bewertung des makroökonomischen Umfelds eines Geschäftsvorhabens.
Drei Anwendungsbereiche sind im Rahmen einer Marktforschungsstudie in der Schweiz besonders relevant:
- Arbeitslosenquoten nach Kanton und Branche über das Portal Amstat (vom SECO veröffentlichte Arbeitsmarktstatistiken)
- Branchenbezogene Wachstumsprognosen zur Abschätzung des mittelfristigen Marktpotenzials
- Daten zu offenen Stellen, um Rekrutierungsengpässe in einem Zielsektor zu bewerten
4. SNB und FINMA: Finanzdaten und regulierte Märkte
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) veröffentlicht über ihr Datenportal sämtliche geld- und finanzstatistischen Daten: Kredite, Zinssätze, Immobilienpreise und Finanzmärkte. Diese Daten sind unverzichtbar für jede Marktstudie im Bereich Finanzen, Immobilien oder in Branchen, die stark von Finanzierungsbedingungen abhängen.
Die FINMA, die eidgenössische Finanzmarktaufsicht, beaufsichtigt Banken, Versicherungen und Vermögensverwalter. Sie veröffentlicht Statistiken, Jahresberichte und Register der zugelassenen Institute. Diese Ressourcen ermöglichen es, die regulierten Marktakteure zu kartieren und die Schweizer Finanzmärkte präzise zu quantifizieren.
Für Unternehmen, die im B2B-Bereich der Finanz- oder Versicherungsbranche tätig sind, bietet die Kombination aus SNB und FINMA eine solide analytische Grundlage. Ergänzt werden kann diese durch die Veröffentlichungen der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg / SwissBanking) und des Schweizerischen Versicherungsverbands (SVV), die jeweils das Bankenbarometer sowie detaillierte Branchenstudien über Beschäftigung und Wertschöpfung des Schweizer Finanzsektors veröffentlichen.
5. Swiss-Impex: der Außenhandel im Detail
Das Portal Swiss-Impex, das vom Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) verwaltet wird, bietet Zugang zu detaillierten Statistiken über den Schweizer Außenhandel: Importe und Exporte nach Produkt und Partnerland.
Diese Quelle ist unverzichtbar für Unternehmen, die Produkte in die Schweiz importieren oder aus der Schweiz exportieren möchten. Sie ermöglicht die Quantifizierung von Warenströmen, die Identifizierung der wichtigsten Liefer- und Absatzländer sowie die Analyse der Entwicklung von Marktanteilen über mehrere Jahre hinweg. Die Regierungswebsite ch.ch bietet ergänzend zusammenfassende Informationen zu Zollverfahren und Importbeschränkungen.
6. opendata.swiss: die Plattform für offene Daten
opendata.swiss ist das zentrale Portal für offene Daten der Schweizer öffentlichen Verwaltung. Es bietet Zugang zu einer umfangreichen Sammlung von Datensätzen auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene. Sein besonderer Nutzen liegt in der Möglichkeit, Daten verschiedener institutioneller Ebenen miteinander zu verknüpfen und in wiederverwendbaren Formaten (CSV, JSON, API) zu nutzen.
Für Marktstudien in der Schweiz ist dieses Portal besonders hilfreich für geolokalisierte Analysen, die Kartierung von Unternehmensstandorten oder die Untersuchung von Mobilitätsströmen. Die Daten sind frei zugänglich und werden regelmäßig aktualisiert.
7. Die kantonalen Statistikämter: die richtige Analyseebene wählen
Der Schweizer Föderalismus macht eine methodische Regel deutlich: Nationale Daten allein reichen nicht aus. Die kantonalen Statistikämter erstellen detaillierte regionale Daten, für die es auf Bundesebene kein Pendant gibt. Zu den aktivsten gehören:
- Genf: ge.ch/statistique
- Waadt: vd.ch/statistique
- Zürich: zh.ch/statistik-daten
Diese Quellen sind für jede Marktstudie unverzichtbar, die sich auf eine bestimmte Region der Schweiz konzentriert. Die Unterschiede zwischen den Kantonen hinsichtlich Besteuerung, verfügbarem Einkommen und demografischer Struktur sind so ausgeprägt, dass regionale Analysen systematisch in die Methoden von IntoTheMinds integriert werden, wenn ein Kunde den Schweizer Markt untersuchen möchte.
8. Die OECD: die Referenz für internationales Benchmarking
Die statistische Datenbank der OECD ersetzt Eurostat bei internationalen Vergleichen mit der Schweiz. Sie liefert harmonisierte Daten zu BIP, Preisen, Beschäftigung und Branchenstrukturen und ermöglicht dadurch die Positionierung des Schweizer Marktes im Vergleich zu anderen entwickelten Volkswirtschaften.
Für Unternehmen, die die Attraktivität der Schweiz mit anderen Zielmärkten vergleichen, ist die OECD die konsistenteste Benchmarking-Quelle. Die Daten umfassen außerdem F&E-Ausgaben, Bildungsniveaus und Wettbewerbsindikatoren, die wichtige Variablen für eine umfassende PESTEL-Analyse darstellen.
9. Spezialisierte Branchenquellen
Mehrere Bundesämter erstellen branchenspezifische Daten, die von allgemeinen Quellen nicht abgedeckt werden. Nachfolgend die wichtigsten Quellen für Marktstudien in der Schweiz:
| Sektor | Hauptquelle | Wichtige Inhalte |
|---|---|---|
| Gesundheitswesen | BAG + Swissmedic | Statistiken zur öffentlichen Gesundheit, Regulierung, Marktzulassungen |
| Lebensmittelindustrie | BLV + Swiss Wine | Lebensmittelsicherheit, Import/Export, Schweizer Ernährungsbericht |
| Landwirtschaft | BLW | Landwirtschaftsmarkt nach Segmenten, Bio-Marktberichte, Agrarpolitik |
| Wohnungswesen | BWO + IMPI (BFS) | Marktentwicklung, Trends, Preise für Wohnimmobilien |
| Energie | BFE + ElCom | Energiestatistiken, Strategie 2050, Stromtarife nach Anbieter |
| Innovation / Start-ups | Innosuisse + IGE | Fördermittel, Coaching, Marken- und Patentregister (Swissreg) |
| Tourismus / HORECA | BFS Tourismus | HESTA-Statistik (Beherbergung), Satellitenkonto Tourismus, internationales Benchmarking |
| Finanzen / Versicherungen | SBVg + SVV | Bankenbarometer, Branchenbeschäftigung, Versicherungsprämien |
Für den Gesundheitssektor veröffentlicht das BAG unter anderem Dossiers zu Ernährung, medizinischen Berufen und Versicherungen. Swissmedic, das Schweizerische Heilmittelinstitut, ergänzt diese Informationen durch Daten zu Marktzulassungen und Medizinprodukten. Diese beiden Quellen sind unverzichtbar für jede Marktstudie in der Schweiz im Bereich Gesundheitswesen oder Life Sciences.
10. Finanzdaten von Unternehmen: Moneyhouse, BFS und FINMA
Das Verständnis der Rentabilität eines Sektors und der finanziellen Situation seiner Akteure ist ein struktureller Schritt in jeder Marktstudie. In der Schweiz ermöglichen mehrere Instrumente den Zugang zu diesen Daten.
Moneyhouse bietet Abonnements für den Zugriff auf Finanzdaten von Schweizer Unternehmen an. Das Unternehmens- und Betriebsregister des BFS liefert hingegen offizielle Informationen über registrierte Unternehmen. Das UID-/IDE-Register ermöglicht die Suche nach Unternehmen über ihre eindeutige Identifikationsnummer sowie die Überprüfung ihres MwSt.-Status oder ihrer Eintragung ins Handelsregister.
Für Unternehmen im B2B-Bereich sind diese Instrumente direkte Hilfsmittel zur Definition der Zielgruppe und zum Aufbau von Prospect-Listen. Die Finanzanalyse von Wettbewerbern ermöglicht zudem die Bewertung der Gesundheit eines Marktes und seiner Attraktivität, bevor Ressourcen investiert werden.
Wie strukturiert man die Datenerhebung für eine Marktstudie in der Schweiz?
Die Identifikation der Quellen allein reicht nicht aus. Der Wert einer Marktstudie in der Schweiz liegt in der Art und Weise, wie Daten miteinander verknüpft werden, um konkrete Fragestellungen zu beantworten. IntoTheMinds folgt dabei einem dreistufigen Ansatz, der sich in zahlreichen Projekten auf dem Schweizer Markt bewährt hat.
Ziele und geografischen Umfang definieren
Bevor Daten erhoben werden, muss festgelegt werden, ob die Studie die gesamte Schweiz oder einzelne Sprachregionen betrifft. Diese Entscheidung bestimmt direkt die Wahl der Datenquellen: Kantonale Statistikämter werden besonders wichtig, sobald die Analyse auf regionale Ebene geht.
Fragen, die in dieser Phase zu klären sind:
- Betraf das Projekt die Romandie, die Deutschschweiz, das Tessin oder die gesamte Schweiz?
- Welche Kundensegmente werden angesprochen: Endverbraucher (B2C) oder Unternehmen (B2B)?
- Beinhaltet das Produkt oder die Dienstleistung Import- oder Exportflüsse?
- Gibt es spezifische regulatorische Rahmenbedingungen in der Schweiz?
Kombination quantitativer und qualitativer Daten
Die in diesem Artikel aufgeführten Quellen liefern hauptsächlich sekundäre quantitative Daten. Sie beschreiben den Rahmen: Marktgröße, Wettbewerbsstruktur, Konsumtrends. Sie beantworten jedoch nicht die Fragen nach Kundenmotiven, Kaufbarrieren oder der Wahrnehmung eines Angebots.
Hier kommen qualitative Methoden ins Spiel: Einzelinterviews, Fokusgruppen und ethnografische Beobachtungen. Diese Ansätze ergänzen statistische Daten und ermöglichen es, Zahlen in umsetzbare Insights zu verwandeln. Für Unternehmen, die diesen Schritt auslagern möchten, führt IntoTheMinds B2B-Marktforschungsstudien und B2C-Marktforschungsstudien mit spezieller Expertise für den Schweizer Markt durch.
Ergebnisse im Schweizer Kontext analysieren
Die Interpretation von Schweizer Daten erfordert ein Verständnis des lokalen Kontexts. Eine niedrige Arbeitslosenquote kann sektorale Rekrutierungsengpässe verschleiern. Hohe Konsumentenpreise spiegeln eine andere Kaufkraft wider als in Nachbarländern. Der föderale Aufbau führt zu Steuerunterschieden zwischen Kantonen, die Investitionsentscheidungen direkt beeinflussen.
Diese Nuancen werden in jeder von IntoTheMinds durchgeführten Marktstudie in der Schweiz berücksichtigt, um praxisnahe Empfehlungen statt generischer Analysen zu liefern.
Zusammenfassende Tabelle der Datenquellen
| Thema | Hauptquelle | Nutzen für die Marktstudie |
|---|---|---|
| Nationale Statistiken | BFS / OFS | Makroökonomischer Rahmen, Demografie, PESTEL-Analyse |
| Regionale / kommunale Daten | STAT-TAB (BFS) | Individuelle Tabellen, Zeitreihen, regionale Analysen |
| Unternehmensregister | Zefix + FOSC | Wettbewerbsanalyse, Gründungen und Insolvenzen |
| Konjunktur & Arbeitsmarkt | SECO + Amstat | Prognosen, Arbeitslosenquote, offene Stellen |
| Finanzdaten | Moneyhouse + FINMA + SNB | Sektor-Rentabilität, regulierte Akteure, Finanzmärkte |
| Außenhandel | Swiss-Impex (EZV) | Import-/Exportströme nach Produkt und Land |
| Offene Datenplattform | opendata.swiss | Geodaten, föderale/kommunale Verknüpfungen |
| Regionale Daten | Kantonale Statistikämter (GE, VD, ZH …) | Kantonale Unterschiede, regionale Marktanalysen |
| Internationales Benchmarking | OECD | Vergleich Schweiz mit anderen entwickelten Volkswirtschaften |
| Gesundheit | BAG + Swissmedic | Gesundheitsstatistiken, Regulierungen, Zulassungen |
| Agrar- & Ernährungswirtschaft | BLV | Lebensmittelsicherheit, Importe, Ernährungsberichte |
| Landwirtschaft | BLW | Marktsegmente, Politik und Regulierung |
| Wohnen / Immobilien | BWO + IMPI (BFS) | Marktentwicklung, Trends, Immobilienpreise |
| Energie | BFE + ElCom | Energiekennzahlen, Strompreise, Strategie 2050 |
| Innovation / geistiges Eigentum | Innosuisse + IGE | Förderungen, Marken- und Patentregister |
| Verbraucherschutz | FRC | Produktvergleiche, Konsumtrends |
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FAQ: Die Fragen, die Sie sich stellen
Wie hoch sind die Kosten einer Marktforschung in der Schweiz?
Die Kosten einer Marktforschung in der Schweiz variieren je nach gewählter Methodik, geografischem Umfang und gewünschter Tiefe. Eine Desk-Research-Studie auf Basis der in diesem Artikel genannten öffentlichen Quellen kann kostengünstig durchgeführt werden. Eine Primärstudie, die qualitative Interviews und quantitative Umfragen kombiniert, stellt eine deutlich höhere Investition dar, abhängig vom Umfang des Projekts und den eingesetzten Methoden. IntoTheMinds bietet B2B-Marktforschungen sowie B2C-Marktforschungen für unterschiedliche Budgets und Projektumfänge an.
Warum kann Eurostat für eine Marktforschung in der Schweiz nicht verwendet werden?
Die Schweiz ist kein Mitglied der Europäischen Union. Eurostat deckt ausschließlich EU-Mitgliedstaaten und einige Kandidatenländer ab. Für den Vergleich der Schweiz mit anderen entwickelten Volkswirtschaften ist die OECD die geeignete Benchmark-Quelle, da sie die Schweiz in ihre harmonisierten Datenbanken zusammen mit Ländern wie den USA, Japan oder Deutschland integriert.
Wie führt man eine regionale Marktforschung in der Schweiz durch?
Eine regionale Marktforschung in der Schweiz muss zwingend auf kantonale Statistikämter zurückgreifen, die Daten liefern, welche auf Bundesebene nicht in dieser Detailtiefe verfügbar sind. Die Kantone Genf, Waadt und Zürich verfügen jeweils über umfassende Statistikportale. Dieser Ansatz ist besonders wichtig, da Unterschiede zwischen den Sprachregionen (Romandie, Deutschschweiz, Tessin) erheblich sein können – sowohl im Konsumverhalten als auch in der Marktstruktur.
Kann man eine Marktforschung in der Schweiz ohne spezialisiertes Beratungsunternehmen durchführen?
Die in diesem Artikel genannten öffentlichen Quellen sind für alle Projektträger zugänglich. Ein KMU oder Unternehmer kann eine solide Desk-Research-Analyse auf Basis von BFS, SECO, Zefix und den jeweiligen Branchenbehörden erstellen. Die Erhebung von Primärdaten (Kundeninterviews, Zufriedenheitsumfragen, Meinungsumfragen) erfordert jedoch methodische Expertise und spezifische Infrastruktur. Für diese Phasen gewährleistet die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Institut wie IntoTheMinds die Datenqualität und die Zuverlässigkeit der Ergebnisse. IntoTheMinds bietet zudem Zufriedenheitsumfragen sowie Meinungsumfragen für den Schweizer Markt an.
Welche Quellen werden zur Wettbewerbsanalyse in der Schweiz genutzt?
Die Wettbewerbsanalyse in der Schweiz stützt sich auf mehrere komplementäre Quellen. Zefix und FOSC ermöglichen die Identifikation aktiver Unternehmen und die Nachverfolgung ihrer rechtlichen Entwicklungen. Moneyhouse liefert Finanzdaten zur Bewertung der wirtschaftlichen Lage von Wettbewerbern. Branchenspezifische Behörden (je nach Sektor z. B. BAG, BLV, OFAG) liefern Marktdaten zur Abschätzung von Marktanteilen. Die FRC veröffentlicht zudem Produktvergleiche, die die Positionierung von Angeboten im Schweizer Markt aufzeigen.
Wie misst man die Markenbekanntheit im Schweizer Markt?
Die Messung der Markenbekanntheit in der Schweiz erfordert eine Primärbefragung einer repräsentativen Stichprobe der Zielgruppe. Sekundärdaten aus öffentlichen Portalen reichen hierfür nicht aus. IntoTheMinds führt Markenbekanntheitsstudien durch, die speziell darauf ausgelegt sind, die Wahrnehmung einer Marke, eines Produkts oder einer Dienstleistung bei Konsumenten oder Fachpersonen in der Schweiz zu messen.








