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Mit den Toten sprechen, die Zukunft der künstlichen Intelligenz?

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Deadbots sind eine neue Anwendung der künstlichen Intelligenz. Ich habe persönliche Angst davor. Deadbots sind Chatbots, die es Ihnen ermöglichen, sich mit toten Menschen zu unterhalten, indem Sie deren Antworten imitieren. Ihre Entwicklung ist Teil eines globaleren Kontexts der Virtualisierung von Beziehungen und der Verwischung der Grenzen zwischen der physischen und der digitalen Welt


Joshua Barbeau hat mir seiner mit seiner Freundin gesprochen, die vor 8 Jahren gestorben war

Im August 2021 veröffentlichte San Francisco Chronicles die Geschichte von Joshua Barbeau, einem 33-jährigen Kanadier. Acht Jahre zuvor starb seine junge Freundin an einer seltenen Krankheit.

Beim Streifzug durch das Internet stößt Joshua auf „Project December“, einen Chatbot, der von einem unabhängigen Programmierer namens Jason Rohrer entworfen wurde.

Es ist dann etwas unerwartetes passiert. Nachdem er ein Konto eröffnet hatte, „fütterte“ Joshua Barbeau den Chatbot mit Nachrichten, die er von seiner verstorbenen Freundin gespeichert hatte. Basierend auf Googles GPT-3-Library ahmte der Chatbot Jessicas Stil perfekt nach und produzierte überraschend … menschliche Antworten.



Leben nach dem Tod: Es ist schon wahr… dank künstlicher Intelligenz

Das Beispiel von Joshua Barbeau zeigt uns, dass die Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz einige Überraschungen für zukünftige Anwendungen bereithalten. Die Schwierigkeit der Trauer und die Vielfalt der Sekten rund um den Tod sind so viele Möglichkeiten, einem Wunsch nachzukommen, der bis jetzt Science-Fiction war. Darüber hinaus haben die Unternehmen nicht darauf gewartet, einen finanziellen Glücksfall zu sehen. Ein Beispiel dafür ist das kürzlich von Microsoft eingereichte Patent zur Entwicklung eines Chatbots, der sogar die Stimme des Verstorbenen imitiert.

Ein weiteres unheimliches Experiment wurde 2020 in Südkorea mit der Kombination von Virtual Reality und künstlicher Intelligenz realisiert (siehe Video oben). Jang Ji-Sung traf sich für einen kurzen Moment mit seiner Tochter, die 3 Jahre zuvor an einer Blutkrankheit gestorben war. Das Video unten, das zeigt, wenn das Virtuelle auf das Reale trifft, ist verstörend und sehr bewegend. Es zeigt anschaulich alle Fragen, die sich aus künstlicher Intelligenz ergeben können, um die Grenzen des Todes zu überwinden.

Künstliche Intelligenz wird auch verwendet, um Familienfotos wieder zum Leben zu erwecken. Deep Nostalgia ist ein von MyHeritage angebotener Dienst, der es ermöglicht, Fotos von Verstorbenen zu animieren. Das Ergebnis ist beeindruckend, kann aber zu kontroversen Ergebnissen führen, wie im Video unten gezeigt.


Die ethischen Herausforderungen von Deadbots

Wie Sie sehen, wirft die Wiederbelebung von Toten mehrere ethische Probleme auf. Frankreich war eines der ersten Länder, das sich aus gesetzgeberischer Sicht für Deadbots interessierte. Im November 2021 hat die Ethikkommission dem Ministerpräsidenten ein Gutachten vorgelegt. Diese Stellungnahme enthält ein spezielles Kapitel für Deadbots und wirft mehrere Fragen auf:

  • Einwilligung des Verstorbenen zur Nutzung seiner Daten nach seinem Tod
  • Risiken aus der Aneignung der Identität der Person (lebend oder verstorben)
  • Psychologische Auswirkungen auf die Person, die mit dem Verstorbenen spricht

Der Fortschritt der künstlichen Intelligenz ist für viele Bereiche ein Segen. Algorithmen sind allgegenwärtig und vereinfachen unser digitales Leben, indem sie uns beispielsweise Informationsinhalte empfehlen. Jeder Fortschritt bringt jedoch seinen Anteil an Abweichungen mit sich, wie diese Hacking-Beispiele zeigen.

Mit Deadbots betreten Informatiker gefährliches Terrain. Der Tod ist keine „Domäne“ wie die anderen. Der Mensch wurde Mensch, als er sich seines Todes bewusst wurde. Es ist dieses Bewusstsein, dass Deadbots riskieren, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, die wir treffen können, indem sie das Feld des Jenseits investieren, dieses Mal die künstliche Intelligenz riskiert, uns zum Rückschritt zu bringen.

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